
Ein kollegialer Motorradfahrer hat gerade seinen A2-Führerschein gemacht und schwankt zwischen einer neuen CB750 Hornet und einer gebrauchten CB750 Seven Fifty, die er zu einem guten Preis entdeckt hat. Auf dem Papier tragen beide denselben Namen. In der Praxis handelt es sich jedoch um zwei radikal unterschiedliche Motorräder, und eines von beiden kann ein echtes Versicherungsproblem darstellen.
CB750 Seven Fifty und A2-Führerschein: die regulatorische Grauzone
Die Verwirrung rührt von dem Namen her. Wenn man “CB750” eingibt, um ein A2-Motorrad zu suchen, stößt man auf zwei verschiedene Generationen. Die kürzlich eingeführte CB750 Hornet (oder CB750S) ist für den A2-Führerschein mit homologierter Drosselung konzipiert. Die CB750 Seven Fifty, die in den 1990er Jahren produziert wurde, überschreitet die erlaubten 35 kW für A2 bei weitem.
Ebenfalls empfehlenswert : Multimeter-Nutzung für Elektronik-Anfänger lernen
Spezialisierte Motorradversicherungsbroker haben jedoch erst kürzlich festgestellt, dass A2-Verträge für CB750 Seven Fifty mit über 70 PS abgeschlossen werden. Der Grund: Die alten Fahrzeugpapiere sind nicht immer in den digitalen Datenbanken der Versicherer und Behörden integriert. Es gibt eine Grauzone, aber sie schützt den Fahrer nicht im Falle einer Kontrolle oder eines Schadensfalls.
Mit einem nicht konformen Motorrad A2 zu fahren, kann im Falle eines Unfalls zu einem Verlust des Versicherungsschutzes führen. Die beim Kauf erzielte Ersparnis kann sich schnell in eine Rechnung von mehreren tausend Euro verwandeln. Bevor man irgendetwas zu einer “alten” 750 unterschreibt, sollte man die tatsächliche Leistung im Fahrzeugschein überprüfen und eine schriftliche Bestätigung vom Versicherer anfordern.
Lesetipp : Die Immobilienmarkttrends 2024: Tipps und Tricks für den Erfolg
Diejenigen, die dieses Thema vertiefen möchten, finden eine umfassende Analyse zur Honda CB750S für den A2-Führerschein und die konkreten Fallstricke, die es zu vermeiden gilt.
A2-Drosselung der CB750 Hornet: Was sich am Lenker ändert

Die neue CB750 Hornet hat einen 270°-Parallel-Twin mit einem Hubraum von 755 cm³. In der Vollversion sprechen wir von über 90 PS. Für den A2-Führerschein gedrosselt, kommt das Motorrad auf 47 PS (35 kW). Die Frage, die sich jeder Anfänger stellt: Verhält sich ein gedrosselter Motor mit großem Hubraum genauso gut wie ein Motor, der für diese Leistung konzipiert wurde?
Das Drehmoment steht bereits bei niedrigen Drehzahlen zur Verfügung, was die Manöver bei niedrigen Geschwindigkeiten und das Beschleunigen in der Stadt erleichtert. Man hat nicht das Gefühl, dass der Motor nur über 7.000 U/min “lebt”. Die 270°-Architektur verleiht dem Motor selbst in der Drosselversion einen angenehmen Charakter, mit einem klaren Traktionsgefühl bereits ab 3.000 Umdrehungen.
Allerdings bleibt das Gewicht der Maschine das einer 750. Mit etwa 190 kg vollgetankt ist sie deutlich schwerer als eine 500, die für A2 konzipiert ist. Für eine leichte Person oder jemanden, der noch nie ein Motorrad außerhalb des Übungsplatzes bewegt hat, können die ersten Wendemanöver und Umdrehungen auf dem Parkplatz überraschend sein.
Konkrete Punkte, die vor dem Kauf zu bewerten sind
- Die Sitzhöhe: Überprüfen, dass beide Füße beim Anhalten den Boden berühren, nicht nur die Zehenspitzen. Im Händler sitzt man mit kompletter Ausrüstung darauf, nicht in Turnschuhen.
- Der Wendekreis: Bei einer gedrosselten 750 belastet das Gewicht die engen Manöver. Man testet eine vollständige Wende auf einem Parkplatz, bevor man unterschreibt.
- Die Handhabung der Hinterradbremse: Das zusätzliche Gewicht verlängert die Bremswege bei niedrigen Geschwindigkeiten. Ein Anfänger, der von einem Übungsplatz auf einer 125 oder einer leichten 500 kommt, muss seine Reflexe neu kalibrieren.
Markt für gebrauchte CB750 Hornet: steigende Preise und zu vermeidende Fallstricke
Seit 2022-2023 steigen die Preise für gut erhaltene CB750 Seven Fifty, angetrieben durch den Neo-Retro-Trend und die Suche nach “tolerierten” A2-Motorrädern. Saubere Exemplare mit Wartungshistorie sind schnell verkauft. Vernachlässigte Versionen stagnieren hingegen auf den Kleinanzeigenplattformen.
Dieser Preisunterschied erzählt eine Geschichte. Bei einem Motorrad, das über zwanzig Jahre alt ist, zählt der allgemeine Zustand mehr als die angegebene Kilometerzahl. Ein Motor, der rund läuft, aber undichte Gabelsimmerringe hat, ein geflickter Kabelbaum oder eine nie gewechselte Steuerkette, und die Rechnung für die Instandsetzung übersteigt schnell den Kaufpreis.

Verschleißteile und Verfügbarkeit bei den alten CB750
Gängige Teile (Bremsbeläge, Filter, Kettenkit) sind bei den Anbietern für Ersatzteile erhältlich. Allerdings werden einige spezifische Teile rar und teuer: Originalvergaser, Instrumente, Verkleidungsteile. Man budgetiert einen Vorrat an Verbrauchsmaterialien gleich beim Kauf, um nicht drei Wochen auf eine Lieferung aus Japan warten zu müssen.
Für die neue Hornet ist die Situation anders. Das Honda-Netzwerk liefert alles innerhalb weniger Tage. Die Rückmeldungen zur Verfügbarkeit bestimmter optionaler Zubehörteile variieren, aber das Wesentliche der regelmäßigen Wartung stellt kein logistisches Problem dar.
Neue CB750 Hornet oder gebrauchte Seven Fifty: welches Budget ist realistisch für den Einstieg?
Bei der Neuen liegt die CB750 Hornet bei etwa 8.500 Euro. Dazu kommen das A2-Drosselkit (manchmal vom Händler inkludiert), die Versicherung und die Fahrerausrüstung. Das Gesamtbudget im ersten Jahr übersteigt oft den Katalogpreis des Motorrads.
Bei der gebrauchten Seven Fifty erscheinen die Kaufpreise attraktiv. Aber man addiert: technische Kontrolle, gegebenenfalls mechanische Instandsetzung, Überprüfung der A2-Konformität (oder rechtliche Unmöglichkeit, sie zu fahren) und möglicherweise höhere Versicherungskosten für ein älteres Fahrzeug ohne ABS.
- Neue CB750 Hornet: Herstellergarantie, serienmäßiges ABS, homologierte Drosselung, zugängliches Wartungsnetz.
- Gebrauchte Seven Fifty: niedriger Einstiegspreis, aber echtes regulatorisches Risiko A2, spezifische Teile werden rar, kein ABS.
- Dritte oft übersehene Option: eine gebrauchte, neuere CB750 Hornet (ein oder zwei Jahre alt), bereits auf A2 gedrosselt, mit einigen tausend Kilometern. Der beste Kompromiss zwischen kontrolliertem Budget und rechtlicher Sicherheit.
Die Wahl zwischen diesen drei Optionen hängt weniger vom Bruttobudget ab als von der Fähigkeit, unvorhergesehene mechanische und administrative Probleme zu bewältigen. Für einen ersten Motorradkauf zählt die administrative Ruhe oft mehr als die angegebene Ersparnis. Ein Motorrad, das aufgrund einer Ablehnung der Versicherung oder einer nachträglich entdeckten A2-Nichtkonformität blockiert ist, ist genau die Art von Falle, die einen guten Deal in einen Albtraum für Anfänger verwandelt.